Google-CEO Sundar Pichai eröffnet neues Büro in Berlin

Startschuss für digitale Bildungsoffensive mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der IHK für München und Oberbayern und der IHK Düsseldorf

  • Google bezieht historisches Gropius Ensemble im Forum an der Berliner Museumsinsel mit Platz für 300 Mitarbeiter und dem modernsten YouTube Space Europas.
  • Neben dem Büro eröffnen wir auch die erste Google Zukunftswerkstatt in Berlin.
  • offizielle Eröffnungsfeier mit Staatsministerin Dorothee Bär, Google-CEO Sundar Pichai und weiteren 250 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
  • Google Deutschland, ver.di, IHK für München und Oberbayern und IHK Düsseldorf stellen Plan zur Stärkung digitaler Kompetenzen vor.

Berlin, 22. Januar 2019 ‒ Google expandiert in Berlin. Mit dem historischen Gropius Ensemble im Forum an der Museumsinsel bezieht das Unternehmen erstmals ein eigenständiges Gebäude in der Hauptstadt. In Berlin werden unter anderem der modernste YouTube Space Europas sowie ein Schulungszentrum der Bildungsinitiative „Google Zukunftswerkstatt“ eröffnet. Insgesamt bietet das Büro Platz für bis zu 300 Mitarbeiter. Google-CEO Sundar Pichai kündigte zur Eröffnung des neuen Büros weitere Investitionen in Deutschland sowie eine Erweiterung des digitalen Bildungsangebots an.

Sundar Pichai, CEO Google: „Es ist eine aufregende Zeit, Googler in Berlin zu sein. Die Stadt ist seit langem eine Hauptstadt der Kultur und der Medien, mehr und mehr entwickelt sie sich auch zu einem Zentrum der Start-up-Szene und zu einem Innovationsmotor. Mit dieser neuen Bürofläche können wir die Anzahl der Googler, die hier in Berlin arbeiten, mehr als verdoppeln. Insgesamt sind bereits über 1.400 Mitarbeiter in vier deutschen Büros tätig, darunter unsere deutsche Zentrale in Hamburg und unser Entwicklungszentrum in München. Viele der wichtigsten Produkte von Google, darunter auch einige unserer globalen Tools zum Schutz der Privatsphäre, wurden von unseren deutschen Ingenieuren entwickelt. Google investiert weiterhin stark in Europa. Wir beschäftigen rund 16.000 Mitarbeiter in 39 Städten und 25 Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. In Europa haben wir seit 2007 mehr als 4,3 Milliarden Euro in fünf Rechenzentren investiert. Zwischen 2014 und 2017 haben unsere verschiedenen Partner – Creator, Publisher, App-Entwickler – in EMEA mit unseren Plattformen Ads, YouTube und Google Play mehr als 22 Milliarden US-Dollar verdient. Google setzt sich dafür ein, dass jeder von den Möglichkeiten digitaler Technologien profitieren kann. Während meiner letzten Deutschland-Reise vor gut zwei Jahren habe ich ein neues Programm für digitale Bildung namens „Google Zukunftswerkstatt“ angekündigt. In den vergangenen Jahren haben bereits mehr als 500.000 Menschen an unseren Schulungen teilgenommen. Fast 10.000 von ihnen konnten sich allein 2018 anschließend beruflich weiterentwickeln. Wir freuen uns darauf, dieses Programm mit einer neuen physischen Präsenz in Berlin weiter auszubauen. Ich möchte unseren Partnern dafür danken, dass sie sich an dieser wichtigen Initiative beteiligt haben.“

Gemeinschaftsprojekt mit ver.di und IHKs

Im Rahmen der Eröffnung wurde heute die geplante digitale Bildungsoffensive von Google mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der IHK für München und Oberbayern und der IHK Düsseldorf vorgestellt, die sich dem Thema „Zukunft der Arbeit“ widmet. Die Bildungsoffensive umfasst drei Elemente:
eine Studie durch das Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO, die bestehende Forschung zum Thema aufbereitet und untersucht, inwiefern sich Arbeitsanforderungen und Jobprofile aufgrund der Digitalisierung ändern.

Auf Basis der Analyse werden aufbauende Trainingsformate für ausgewählte Pilotbranchen gemeinsam entwickelt, die in einer IHK-Zertifikatsprüfung münden können.
Unabhängig davon wird branchenübergreifend eine Basisbox an Grundlagentrainings zur Vermittlung digitaler Kompetenzen entwickelt (Kommunikation, Kollaboration, Sicherheit & Recht, Tech Wissen). Die Trainings werden Unternehmen und Individuen kostenfrei auf einer Online-Plattform zur Verfügung gestellt.

Lothar Schröder, Vorstand Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di: „Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und -modellen, aber auch der Einsatz von KI-Systemen verändert die Arbeitswelt. Es werden neue Qualifikationsanforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestellt. Um Arbeit sicherer und Karrierewünsche realistischer zu machen, muss vorausschauend Qualifikation geplant und müssen Qualifikationslücken geschlossen werden. Uns freut, dass sich unser Gemeinschaftsprojekt diesem Anspruch stellt und einen Beitrag leisten will, Qualifikationslücken in den Versicherungen und in den Krankenkassen zu identifizieren und zu schließen. Die Beschäftigten brauchen konkrete zukunftsgerichtete Qualifikationsangebote als Bestandteil eines sozialen Rahmenwerkes, mit dem die Digitalisierung gestaltet wird.“

Armin Barbalata, Chief Digital Officer der IHK für München und Oberbayern: „Erst knapp ein Viertel unserer Mitgliedsunternehmen sieht sich digital gut aufgestellt. Es gibt also noch viel zu tun. Denn um auch in Zukunft weiter erfolgreich am Markt zu bestehen, muss jeder Betrieb die eigene Digitalisierung weiter vorantreiben. Branche und ‎Betriebsgröße spielen dabei keine Rolle. Unser Appell an alle Unternehmen ist also deutlich: ‎Stellt euch der Digitalisierung und nutzt deren Chancen‎. Grundlage für die erfolgreiche Transformation ist dabei der Ausbau digitaler Kompetenzen auf allen Ebenen und in allen Bereichen – in den Unternehmen genauso wie in der Gesellschaft als Ganze. Um die Betriebe und ihre Mitarbeiter passgenau und umfassend zu unterstützen, benötigt die Wirtschaft deshalb vielfältige Informations- und Bildungsangebote.“

Dr. Gerhard Eschenbaum, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf: „Berufliche Aus- und Weiterbildung gehört zum Kerngeschäft jeder IHK mit dem erklärten Ziel, unseren Unternehmen zum richtigen Zeitpunkt genau die Fachkräfte mit genau den Kompetenzen zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen. Das wird in Zeiten des Fachkräftemangels und der Digitalisierung immer dringlicher. Wir stehen daher dem gemeinsamen Projekt mit Google und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aufgeschlossen gegenüber, geht es doch darum, unsere Human Resources fit für den digitalen Wandel zu machen. Und wenn es uns darüber hinaus auch noch gelingen sollte, dieses ‚Fit machen‘ mit einem IHK-Zertifikat als Gütesiegel zu krönen, wäre das eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Denn ein IHK-Zertifikat hat nicht nur in der Wirtschaft einen guten Klang, sondern garantiert landauf landab auch die Vergleichbarkeit erworbener Kenntnisse und Fähigkeiten.“

Das neue Google-Büro in Berlin

Die neue Google-Niederlassung wird am heutigen Dienstag offiziell eröffnet. An der Veranstaltung am Abend nehmen neben Google-CEO Sundar Pichai auch Staatsministerin Dorothee Bär, die Berliner Senatorin für Wirtschaft Ramona Pop, Googles Zentraleuropa-Chef Philipp Justus sowie rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teil. Durch die Veranstaltung führt die Leiterin der Berliner Google-Niederlassung Annette Kroeber-Riel.

Mit dem Gropius Ensemble im Forum an der Museumsinsel bezieht Google einen historischen Ort. Ein Teil des denkmalgeschützten Gebäudes wurde als Frauenklinik der Charité durch die Architekten Martin Gropius und Heino Schmieden (1879‒1883) erbaut. Nach bewegten Jahrzehnten und der teilweisen Zerstörung im zweiten Weltkrieg erfolgte der Umbau seit 2014 durch den Architekten Sir David Chipperfield. Das Gropius Ensemble ist Teil des Forums an der Museumsinsel, das sich schon Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Zentrum für Wissenschaft und Kommunikation entwickelte. Unter anderem waren hier das Haupttelegraphenamt sowie das Fernsprechamt angesiedelt.

Insgesamt werden im Gropius Ensemble zunächst rund 130 „Googler“ aus unterschiedlichen Bereichen arbeiten, darunter Sales, Cloud, Google Play, Policy, Google for Startups und YouTube. Das Berliner Google-Büro ist außerdem Sitz einiger KI-Forscher, die sich mit Grundlagenforschung und Anwendung von künstlicher Intelligenz, insbesondere von Deep Learning, beschäftigen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet das neue Büro verschiedene Annehmlichkeiten: ein Fitnesscenter, ein Massageraum sowie modern gestaltete Konferenzräume unterschiedlicher Größe. In den Namen der Räume wurden zum einen skurrile Orte Berlins wie der „Bierpinsel“ oder das „Kumpelnest 3000“ verewigt. Zum anderen finden sich hier zahlreiche legendäre Berliner Songs wie „DickesB“, „99 Luftballons“ oder „Heroes“ in den Raumnamen wieder. Neben diesen kreativen Elementen ist auch für das leibliche Wohl gesorgt: Im Restaurant „Berliner Luft“ im dritten Stock können die „Googler“ und ihre Gäste gratis aus einem vielfältigen kulinarischen Angebot wählen.

Insgesamt bietet das Gebäude auf rund 8.500 Quadratmetern Nutzfläche Platz für rund 300 Mitarbeiter, Cafeterien und Konferenzräume. Daneben wird in das Gebäude der Berliner YouTube Space einziehen, der zur Zeit noch in Tempelhof liegt. Die Eröffnung des neuen „Space“ an der Spree ist im Laufe des Jahres geplant.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Presseseite https://sites.google.com/a/a-und-o.com/tachgoogle/. Dort finden Sie auch Informationen rund um das Berliner Google-Büro sowie die Geschichte des Gebäudes.
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