Zarah – Wilde Jahre

Ebenso relevant wie unterhaltend erzählt die neue ZDF-Primetime-Serie „Zarah“ ein Stück deutsche Eman­zipationsgeschichte im Genre einer Journalistenserie. Die Revolte der 68er hat die Verhältnisse zum Tanzen gebracht, Willy Brandt will „mehr Demokratie“ wagen und in Mode, Popkultur und Sex bricht man zu neuen Ufern auf. Die BRD ist bunt und funky, aber an den Schaltzentren der Macht, in Politik, Wirtschaft und Medien sitzen nach wie vor fast ausschließlich Männer.

1973. Als die bekannte Frauenrechtlerin Zarah Wolf das Angebot des renommierten Verlegers Frederik Olsen bekommt, Mitglied der Redaktion seiner auflagenstarken Illustrierten „Relevant“ zu werden, sieht die engagierte Journalistin die Gelegenheit gekom­men, das Thema der Emanzipation machtvoll voranzutreiben, und kehrt von London nach Hamburg zurück. Schnell muss Zarah er­kennen, dass der Widerstand der Männerkaste – von alltäglichen Macho-Allüren über blanke Ignoranz bis konsequenter Besitz­standswahrung – unüberwindlich scheint.

Um sich gegen Olsen, Chefredakteur Kerckow , Politikchef Schaffelgerber, Kulturredakteur Hartwig oder Chefgrafiker Balkow durchzusetzen, geht Zarah riskante Wege und lässt sich bald auf einen Machtkampf um die Führung der Redaktion ein. Dass Ver­legertochter Jenny, die ihr Olsen als Volontärin zuordnet, sich in sie verliebt, macht die Sache nur noch komplizierter, und Zarah muss die Frage beantworten, was sie für ihre Karriere und ihre politischen Ziele bereit ist, zu opfern.

Quelle: Pressemitteilung des ZDF (https://presseportal.zdf.de/pm/zarah/)